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Dräger - DER Hersteller von Tauchtechnik in Deutschland
Als erste und relativ erfolgreichste Erfinder versuchten sich Condert 1831, Rouquayrol/Denaryrouze 1865 und McKeen 1867 an autonomen Pressluftatmern. Diese Versuche waren zwar erfolgreich, erlaubten wegen der noch fehlenden Hochdrucktechnik (max. 25 bar) aber keine ausreichenden Tauchzeiten.
Um 1890 wurde endlich die technische Möglichkeit geschaffen, Druckluftflaschen für 150 bar und die entsprechenden Kompressoren herzustellen. In Deutschland erkannte Heinrich Dräger die Möglichkeiten der neuen Technik und begann in seinen Drägerwerken, die sich bis dahin mit der Herstellung von Bierzapfanlagen befassten, O
2-Atemgeräte herzustellen. Darüber ging es dann zur Herstellung von Tauchertechnik.
Wie das immer so ist - zuerst das Militär, ab 1903 kamen die ersten "Austauchgeräte für die Besatzung havarierter U-Boote", die Tauchretter, auf den Markt. Sowohl Davis bei Siebe & Gormann als auch Bernhard Dräger entwickelten 1903 eigene Varianten. 1906 verbesserte Davis den Tauchretter durch Einbau eines Reduzier- und Dosierventils, behält aber das Handventil aus Sicherheitsgründen bei.
1907 verwenden Bölk und Bamberger erstmals in einem Kleintauchgerät Kalium-Natrium-Superoxid zur CO
2-Bindung.
Ab 1907 lieferte Dräger Tauchretter für U-Boote und war so später von einiger Bedeutung für die Flotte des deutschen Kaisers im I. Weltkrieg.
Der Untergang des U-Bootes Pluvoise im Sommer 1910 gab den Anlass, die Entwicklung bei Dräger voran zu treiben. Mit der Weiterentwicklung wurde Hermann Stelzner betraut, der seit 1906 Assistent von Bernhard Dräger war. Das erste Modell von 1910 erfuhr noch einige Weiterentwicklungen: 1911 Pressluft-Flasche für Erstfüllung in der Tiefe, 1912 Druckminderer und Dosierung, 1913 Vereisungsschutz für die Ventile. Der U-Boot-Tauchretter DM 2 von 1912 gehörte bald zur Standardausrüstung der deutschen, dänischen, schwedischen und holländischen Marine.
Auf Basis des Tauchretters DM 2 wurden eine Reihe von Tauchgeräten wie das DM 20 (Dräger Mischgas-Tauchgeräte für 20 m Wassertiefe) 1912, der Badetauchretter 1915 oder die Gegenlunge 1928 entwickelt. Die Zeit war einfach reif für autonome Tauchgeräte.
Dies war wohl auch der Schwerpunkt der Produktion im 2. Weltkrieg.
In den Folgejahren wurden auch schlauchunabhängige Helmtauchgeräte hergestellt.
In den 50er Jahren entwickelte Dräger neben professionellen und militärischen TG in Kooperation mit Barakuda das erste Sporttauchgerät, das Delfin I, ein Kreislaufgerät.
1954 brachte man dann das erste Pressluft-Tauchgerät mit dem Delfin II, einem einstufigen Kompaktregler, der dann durch den zweistufigen PA 60 abgelöst wurde.
Aus dem Atemschutzbereich wurden zwei Geräte auch zum Tauchen eingesetzt. Das PA1600, dann PA40 genannt, war schon vor 1957 entwickelt und zweistufig konzipiert. Das war ein fest in die Trage eingebautes System aus erster Stufe und separater zweiter Stufe in klassischer Atemreglerbox mit angeschlossenem Faltenschlauch und Vollgesichtsmaske. 
Als zweites Multifunktionsgerät kann der PA 51 betrachtet werden. Bei diesem kommt ein zweistufiger Regler in einem Delphin-II-Gehäuse  zum Einsatz. Dieser Atemregler war fest mit der Trage verschraubt und hatte einen Faltenschlauchanschluss.
Im Gegensatz zum Delphin II ist der Anschluss geschraubt und der Schlauchdurchmesser größer. Am Ende des Schlauchs wurde dann wie beim PA 1600 eine Vollgesichtsmaske verwendet, die über ein Ausatemventil verfügte. Alternativ konnte auch ein normales Mundstück angeschraubt werden - dann musste allerdings das Ausatemventil, das immer in der Nähe der zweiten Stufe in der Trage steckte, verwendet werden, damit der eigentlich als Einwegeautomat gebaute Regler als Zweischlauchregler funktioniert.
1962 kam dann der PA 61/II, ein zweistufiger Regler, der Vorgänger des Duomat. Auffällig ist der Aufsatz auf der Oberschale des Reglers. Dahinter ist eine neue Variante des Ausatemventils, wie sie bereits beim Delphin II zum Einsatz kam: ein gefedertes Ventil mit Dichtung durch eine Glimmerplatte.
Möglich war das, da wie beim PA 60 ein separater Ausatemraum in der Oberschale vorhanden war.
In den 70er Jahren kommt dann ein neues Design. Der neue Monomat ist im Grunde der alte einstufige PA 61 in neuem Gewand. Die Typbezeichnung an der Oberschale erfolgt durch einen Aufkleber. Damit kann die Oberschale universell
auch für den Nachfolger des zweistufigen PA 61 II verwendet werden - den Duomat.
Der erschien 1968, ein zweistufiger 2-Schlauch-Regler und auch der letzte dieses Prinzips von Dräger. Danach brachte Dräger auch verschiedene Einschlauchregler (z.B. Secor 200/300) und weitere Kreislaufgeräte auf den Markt.

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updated: 03.10.17