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Die Beutel von E..Marine gab's auch schon...

Fußballblase genügt - Einfaches Gehäuse für UW-Filmkamera

Roland Jakisch POSEIDON 5/1968

Wiederholt wurden Gehäuse für UW-Kameras beschrieben. Alle diese Konstruktionen sind druckfest ausgeführt, Funktions- und Betätigungsorgane müssen durch komplizierte, hermetisch abgedichtete Zuführungen auf die Kamera wirken. Nachteile dieser Konstruktionen sind (neben vielen Vorzügen) hohes Trockengewicht, komplizierter Bau, relativ hoher Preis und meist große Abmessungen.

Fußballblase für den FotoapparatDen Aufwand so gering wie möglich zu halten, war der Sinn meiner Eigenkonstruktion (siehe Skizze) eines wasserdichten Gehäuses für die Schmalfilmkamera Pentaka 8b.

Eine Fußballblase wurde mit einem Fenster (Lochdurchmesser von 5... 10 mm stanzen) versehen. In diesem Falle dienten dazu die Sonnenschutzblende einer Altix 5, ein Filterring der selben Kamera und eine geschliffene Glasscheibe (1 mm Stärke).

Diese Einrichtungen bewirken trotz losem Sitz der Kamera in der Blase ein festes Anliegen des Objektivs am Fenster. Durch einen Schlitz von 130 mm, dessen Enden (um Einreißen zu vermeiden) rund mit einem Locheisen ausgestanzt wurden, wird die Kamera in das Gehäuse" eingeführt.

Zweckmäßig ist es, diese zuvor in ein Tuch zum Schutz gegen Schwitzwasser einzuwickeln (Bedienelemente freilassen). Nachdem die Schlitzumgebung und ein Klebefleck aus Fahrradschlauch mit Tetrachlorkohlenstoff oder Benzol gereinigt wurde (nicht aufrauhen!), wird die Öffnung verklebt. Nach dem Filmen wird der Fleck wieder vorsichtig entfernt. Zur Sicherheit wird eine Dichtheitsprobe durch leichtes Aufpumpen mit Luft in einem Wassergefäß vorgenommen.

Der Vorteil dieser Konstruktion ist: einfachster Aufbau, geringer Preis (weniger als 15,- Mark für Material), einfachste Herstellung, druckunabhängiges Gehäuse. Sämtliche Bedienungselemente lassen sich von außen betätigen, so daß die Kamera bis zum Filmwechsel funktionsfähig ist.

Während meines Urlaubs im Juni 1967 konnte ich die ersten Szenen mit Erfolg aufnehmen. Die Versuchsaufnahmen wurden ohne Sucher gemacht, jedoch ließe sich ein Rahmensucher ohne Schwierigkeiten anbringen. Entfernungs- und Blendeneinstellungen können durch das Fenster beziehungsweise Außenmarkierungen verfolgt werden.


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